Konzert in Landshut, Kritik vom Mai 2016, Landshuter Zeitung

Wechselspiel zwischen Blech und Sängern

"Tower Brass" und "Mixtura Cantorum" präsentierten festliche Werke - 30.04.2016

LANDSHUT - Es war ein Konzert der besonderen Art, zu dem die elf Blechbläser von „Tower Brass" aus Geisenhausen und der Chor „Mixtura Cantorum" aus Franken am 30.04.2016 in die Dominikanerkirche einluden.


Nach intensiven Proben präsentierten die beiden Ensembles einen Querschnitt aus sechs Jahrhunderten der Musikgeschichte, wobei Tower Brass das Konzert festlich zupackend mit dem „Canzon á 8" von Gabrieli eröffnete. Darauf folgten zwei ruhigere Stücke von Giovanelli und Tomkins, mit denen der Chor unter der einfühlsamen Leitung des ehemaligen Bundeschorleiters Karl-Heinz Malzer die Zuhörer in seinen Bann zog. Den innigen Klängen der Motette „Unsere Trübsal" Johann Ludwigs Bachs setzten die Blechbläser dann den prunkvollen und virtuosen „Einzug der Königin von Saba" entgegen, wobei die festliche Kulisse der Dominikanerkirche die Pracht des musikalisch beschriebenen Anlasses unterstrich. Im Folgenden wechselten sich Chor und Bläser immer wieder ab, wobei die „Mixtura Cantorum" mit verschiedenen Werken ihre Vielseitigkeit unter Beweis stellte. Neben den einfühlsamen Chorstücke der Romantiker Albert Becker, Josef Gruber und des modernen Randall Stroope übernahmen die rund 60 SängerInnen beinahe selbst die Rolle der Blechbläser, als sie stimmgewaltig die „Choral Fanfare" von John Rutter anstimmten. Tower Brass ergänzte dabei den kurzweiligen Abend mit schwungvollen Melodien aus der Feder Vivaldis oder mit bedächtigen Klängen des „Benedictus" von Karl Jenkins.

Der Höhepunkt des Konzertes stand jedoch am Schluss, als beide Formationen gemeinsam musizierten und den Zuhörern in der beinahe voll besetzten Dominikanerkirche mit einer Motette des polnischen Komponisten Marcin Mielczwewski die Verschmelzung von Blechbläsern und Stimmen darboten. Nach begeistertem Applaus entließen die Musiker die Besucher dann mit dem bekannten Lied „Du lässt den Tag nun enden" in den Abend.

Quelle: Landshuter Zeitung, Artikel vom 23. Mai 2016

Franz Gleißner - Das Buch

Unser Chorleiter Karl Heinz Malzer forschte jahrelang in allen möglichen bekannten und unbekannten Archiven und verfasste ein Werk über das Leben des Komponisten. Rechtzeitig zum Konzert erscheint nun das Buch über Franz Gleißner, einen der wichtigsten Söhne der Stadt Neustadt a. d. Waldnaab.

Sein Wirkungskreis beginnt in Neustadt a. d. Waldnaab, der Residenzstadt der Lobkowitzer, verlagert sich dann vom Jesuitenkolleg Amberg aus über München, Offenbach und Wien. Seine musikalischen Kompositionen sind europaweit verstreut. Bekannt wurde er nach langem Vergessen erst wieder 1956 mit der Entdeckung eines bis dahin völlig unbekannten Mozart-Verzeichnisses in Offenbach am Main, das er dort als Vorläufer des Köchel-Verzeichnisses verfasst hatte. Inzwischen werden seine Kompositionen, darunter 32 Messen, immer häufiger in Deutschland aufgeführt und auch im Internet wird er immer öfter aufgerufen. Franz Gleißner gilt neben Alois Senefelder als Miterfinder des lithographischen Notendrucks.
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen